|
Reisebericht Ägypten |


Neben 30 Moscheen gibt es in Hurghada auch eine koptische Kirche, unser vorletztes Ziel der Stadtrundfahrt. Das Hauptschiff der Kirche ist erhöht und wird mit zwei etwas niedrigeren Seitenschiffen flankiert, womit der Bau einer Basilika ähnelt.
Die Kopten selbst sind der Beweis, dass sich Christen schon sehr früh nicht immer ganz einig waren. Sie nämlich haben sich im etwa 3. bis 5. Jahrhundert nach Christi Geburt abgespalten. Als Besonderheit besitzen die Kopten eine eigene Sprache, welche aus verschiedenen ägyptischen Mundarten entstanden ist. Ihr Verbreitungsgebiet reicht heute von Ägypten bis weit südlich von Äthiopien.


Als letzte Station besuchen wir natürlich die Bazar-Straße, doch nein: “Wir möchten keine Rollex kaufen.” Das gleiche gilt für Schmuck, Zigaretten und erst recht Wasserpfeifen. Insgesamt werden wir jedoch weit weniger aufdringlich behandelt, sodass wir hier zumindest ein wenig Geld für Getränke ausgeben. Denn so billig manche Sachen auch sein mögen, sie treffen einfach nicht unseren Geschmack. Und Figuren, welche altägyptische Gottheiten darstellen, habe ich schon - wie auch mittlerweile 36 Blatt bedruckten Papyrus. Bei der Vielzahl von Lampen, die ein Geschäft anbietet, frage ich mich außerdem, wie die überhaupt jemand heile nach Hause bringen kann?


Weit weniger Ruhe fanden übrigens zwei junge Frauen auf dem Bazar. Nicht nur, dass ihnen ein paar Händler die Kleider direkt an den Körper hielten (so wie es die jeweiligen Männer wohl an ihrer eigenen Frau gerne sehen würden), wurde ein Jüngerer gar so dreist, dass er sich von hinten an sie drückte. Zum Glück sind nur wenige Ägypter so frivol - Schade allerdings, dass es immer ausgerechnet diese sind, welche einem auffallen.
|