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“Aller guten Dinge sind drei.” Das dachte sich vielleicht schon Pharao Snofru, Vater des Cheops. Denn innerhalb von 40 Jahren ließ er gleich drei Pyramiden in der Gegend von Dahschur errichten. Nachdem ihm die erste - diese ist recht verfallen - nicht gut genug für seine ewige Ruhestätte war, mussten seine Ingenieure eine zweite bauen.

Rote Pyramide des Snofru Annette vor der Roten Pyramide

Hätte diese vom Sockel bis zur Spitze denselben Neigungswinkel, wäre diese nahezu 129 Meter hoch geworden. Das machte jedoch der weiche Untergrund nicht mit, weshalb die Ingenieure den Winkel im letzten Drittel deutlich abflachten. Dies gab der zweiten gedachten Ruhestätte Snofrus den Namen “Knickpyramide”. Einen Grund zum Feiern gab es hingegen nicht. Denn auch diese Pyramide war dem Pharao nicht gut genug, um in den Himmel aufzusteigen.

Knickpyramide des Snofru Hier ist der Knick.

Erst die dritte Pyramide, bekannt als Rote Pyramide, war Snofru endlich gut genug. Diese gilt mit ihren 105 Metern Höhe übrigens als erste “richtige” Pyramide Ägyptens. Und der Besuch lohnt sich auch heute noch. Denn während die Pyramiden bei Gizeh alltäglich überrannt werden, findet kaum ein Urlauber bis nach Dahschur.
So treffen wir vor Ort auf einen recht einsamen Wachposten inmitten der Wüste, der sich offenbar über jede kleine Abwechslung freut. Wie übrigens auch über das kleine Trinkgeld, mit dem unser Reiseleiter sicherstellt, dass wir unsere Kamera mit in die Grabkammer nehmen dürfen.

Im Innern der Roten Pyramide 70-Meter-Steilgang nach draußen

Selber allerdings wollte er nicht mit nach unten steigen. Denn der Eingang befindet sich auf etwa 28 Meter Höhe, von wo ein 63 Meter langer Gang bis fast auf Bodenniveau herab führt. Dieses leider alles andere als bequem. Die Decke nämlich ist so niedrig, dass wir die gesamte Strecke in gebückter Haltung zurücklegen müssen. Doch selbst das ist nur die halbe Wahrheit.

Denn unten angekommen, sticht uns ein beißender Salmiak-Gestank in die Nase. Ob hier etwa noch irgendwo der Pharao liegt? Oder vielleicht seine Pferde? Nein, die können es nicht sein, da es diese zur Zeit Snofrus noch gar nicht in Ägypten gab. Im Bereich der Grabkammer steigert sich Gestank jedenfalls so arg, dass uns ein Atmen durch die Nase nicht mehr möglich ist und wir nach der kurzen Besichtigung und dem schweißtreibenden Aufstieg froh sind, wieder an der frischen Luft zu sein.

Aufgang zur Grabkammer
Die Rote Pyramide

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