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Als wir in der Suite standen, war ich erst mal glücklich. Das Zimmer ist unterteilt in zwei Räume mit einem kleinen Eingangsbereich. Die Möbel sind hell gehalten, was das ganze sehr freundlich wirken lässt. Auch sind die Möbel recht neu und kein bisschen abgenützt. Zur Begrüßung stand bei unserer Sitzecke, die fast einem Wintergarten glich, eine große Obstschale mit lauter leckeren Früchten. Dazu Teller, Besteck und gepflegte Stoffservietten.

Hinter der Sitzecke versteckt, war der Safe zu finden, welcher geräumig und leicht zu programmieren ist. Einen Safe gibt es übrigens nur in den Suiten des Hotels, die anderen Zimmer brauchen so was wohl nicht, weil bei den normalen Zimmern kann man nicht einmal die Türen zum Balkon zuschließen. Dafür bekamen wir die Türe zum Balkon fast nicht auf, so schwer ging das.

Draußen hatten wir einen herrlichen Blick aufs Meer. Das Hotel hat seine Zimmer alle auf die Gartenseite gerichtet und ist sehr lang gezogen. Wir waren am Kopfende der einen Seite und blickten nicht nur in die Hotelbadebucht, sondern zudem auf einen öffentlichen Strand gleich hinter dem Hotel. Die gegensätzlichen Aussichten waren daher extrem. Auf der Hotelseite die Oben-ohne-Russinnen und auf der öffentlichen Seite verschleierte Ägypterinnen in ihren schwarzen Gewändern. Egal, der hauptsächliche Blick ging ja direkt aufs Meer raus. Nicht so schön waren die schnöden Plastikmöbel. Was etwas störte waren die vielen Boote, die am ganzen Strand entlang angelegt haben. Lärmbelästigung hatten wir dadurch jedoch keine.

Tische mit Ablageflächen hatten wir zu genüge im Zimmer. Auf einem stand ein großer Fernseher mit einigen deutschen Programmen. Daneben war die Minibar, welche allerdings nicht gefüllt war. Stellte man da was rein, hat sich ganz viel Wasser am Boden angesammelt. Aber sie war trotzdem als Kühlschrank zu nutzen. Allerdings konnte man kaum Klamotten verstauen. Es gab zwar einen Wandschrank. Der war aber nicht sonderlich tief, sodass die Bügel schräg drin hängen mussten, damit die Türe wieder zuging. Es hat auch nur eine Ablagefläche ganz oben, auf der schon mehrere warme Decken lagen. Sonst hatte man nur den Schrankboden als Stellfläche, wo wir nur unsere Schuhe unterbrachten. Der Rest blieb halt im Koffer.

Das Bett war bequem, groß und hatte eine durchgehende Matratze. Dass die Klimaanlage darauf zielte war auch sofort geändert, man musste nur die Lamellen der Anlage zur Decke drehen. Das Bett war schön gestaltet und hatte schöne große Nachttische mit zugehörigen Lampen. Damit man nicht auf den kalten Bodenfliesen laufen musste, war das Bett mit schönen Läufern umlegt.

Das Bad war sauber und einigermaßen schön gestaltet. Im Verhältnis zum Zimmer allerdings recht klein. Zudem störte mich doch etwas die schlampige Verlegung der Fliesen, was in solchen Ländern aber Standard ist. Dafür hatten wir eine Badewanne mit genügend Platz und auf warmes Wasser brauchte man nicht sonderlich lange warten. Die Handtücher waren immer sauber, flauschig und wurden regelmäßig gewechselt. Es lagen Duschgel und Shampoo in einem Korb, was ich aber nicht benutzte.

Die Ruhe in dem Zimmer aber war perfekt. Die Suiten sind mit einem kleinen Flur vom langen Hotelkorridor abgetrennt und am Abend kann man eine zusätzliche Türe schließen. So ist man mit zwei Türen von sämtlichen anderen Gästen getrennt und hat damit seine Ruhe. Nach dem Lärm in der allerersten Nacht dort, war ich darüber sehr dankbar.

Auch die Zimmerreinigung hat gut geklappt, wenn auch leider immer etwas spät. Liegt wahrscheinlich daran, dass es das letzte Zimmer im Korridor ist.

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