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Spaziergang durch den Sesriem-Canyon

Zurück am Parkeingang, biegt Jayjay auf etwas, was mal eine Straße sein wollte, ab. Unser Ziel ist der Sesriem-Canyon. Zuvor aber heißt es, Taschen und alles, was herunterfallen könnte, festhalten oder zumindest gut absichern. Tatsächlich ist der Weg dermaßen holprig, dass wir staunen, welch große Schwankungen Panoramafenster heile überstehen. Zugleich dröhnt und vibriert die Ablage über uns, während lose Steine unten uns das Blech der Radkästen krachen, sodass wir befürchten, der ganze Bus könnte auseinander fallen.

Sesriem-Canyon Sesriem-Canyon Sesriem-Canyon
Lars und Annette im Sesriem-Canyon

Am Canyon angekommen, führt ein schmaler Pfad 50 Meter hinunter bis auf den Boden des ausgetrockneten Tsauchabs. Dass dies nicht immer so ist, beweist eine kleine Wasserstelle, in der Lurche zu überleben versuchen.
“In der Regenzeit fließt das Wasser drei Meter hoch durch den Canyon”, berichtet Sydney. Na, wenn das so ist, dann wollen wir nicht all zu lange hier unten verweilen.
Denn die Felsen sehen doch zu ungemütlich aus, als dass wir uns von einer plötzlichen Flutwelle dagegen schmeißen lassen wollen.

Sesriem-Canyon bis zu vier Meter steht das Wasser während der Regenzeit im Winter bleibt oft nur eine kleine Pfütze übrig

Nein, ganz so schlimm ist es natürlich nicht. So empfiehlt unser Reisebuch, im Sommer hier unten ein erfrischendes Bad zu nehmen, nachdem man die Hitze im Sossusvlei erlebt hat. Der Name “Sesriem” übrigens leitet sich von Erzählungen der ersten Siedler ab. Sie brauchten damals sechs aneinander geknotete (Ochsen-) Riemen, um hier Wasser aus dem Tsauchab heraufzuholen. Wer alleine reist, bekommt das benötigte Permit am Eingang zum Sossusvlei.

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© Lars Freudenthal

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