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Aufstieg zur Düne Nr. 45

bis zu 400 Meter ragen die Dünen bei Sossusvlei in die Höhe Camp bei der Düne 45

Schritt für Schritt kämpfen wir uns die Düne hinauf. Was unten noch einigermaßen leicht aussah, hat sich längst zur qualvollen Tortur entpuppt. Der Wind pfeift uns um die Ohren. Bis auf Kniehöhe peitscht er den losen Sand gegen die Beine. Annette hat ihre Strickjacke ganz zugezogen. Es hilft nichts. Ihr Kopf beginnt zu schmerzen und am liebsten würde sie umkehren. Ich selbst fühle mich kaum besser. Und doch haben wir erst ein Drittel des Aufstiegs geschafft.

der Wind peitscht den Sand über die Düne schon nach wenigen Minuten bekommt Annette Halsschmerzen das erste steile Stück ist geschafft

Wie uns geht es wohl den meisten Besuchern in Sossusvlei, die den Anstieg zur Düne 45 wagen. Dass auf Sand zu laufen anstrengend ist, kennen wir ja vom Strandspaziergang. Das gemeine an der Düne Nr. 45 jedoch ist die teils enorme Steigung, durch die wir bei jedem Schritt wieder etwas nach unten abrutschen. Erst als wir merken, dass die Spuren der Leute vor uns den Sand für eine Weile etwas festigen, kommen wir besser voran.

gleich sind wir oben Blick von Düne 45 in die Ebene

Während die meisten bei dem ersten flacheren Teilstück der Düne ihre Tour abbrechen, gelingt es uns, den etwa 170 Meter hohen Gipfel zu erklimmen. Ein Aufstieg, für den wir tatsächlich rund 40 Minuten gebraucht haben. Platz in den Schuhen gibt es oben übrigens keinen mehr. Dafür aber einen wirklich gewaltigen Ausblick auf die Dünenlandschaft von Sossusvlei. Hier oben können wir auch endlich den Anblick der Sandfahnen, die über den Dünengrad hinwegfegen, genießen.

Dünenlandschaft abgestorbener Baum vor der Düne Nr. 45

Dann müssen wir aber schon wieder umkehren, um nicht zu spät zum Bus zurück zu kommen. Zum Glück ist der Abstieg einiges leichter. Was heißt leichter? Wer will, schafft es in nur wenigen Minuten von ganz oben bis zum Fuß der Düne. Tatsächlich rennen wir die letzten Meter und fühlt sich selbst Annette auf einmal ganz leicht, “als wenn man fliegt”. Der Wind kann uns nichts mehr anhaben. Einzig der viele Sand drückt in den Schuhen etwas unangenehm. Schließlich aber haben wir es geschafft und schütten wenige Meter weiter unsere Schuhe gründlich aus.

Video: Aufstieg zur Düne Nr. 45

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© Lars Freudenthal

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