Zur Fahrt in die Kalahari und die roten Dünen gehört natürlich ein Sonnenuntergang mit dazu. Klar, dass das vor Ort begossen wird. Nur wenige Augenblicke brauchen die Leute von der Lodge, um auf dem Gipfelgrat einer Düne ihre “Sundowner-Bar” aufzubauen. Bier, Wein, einfache Longdrinks und Hochprozentiges finden dann auch tatsächlich reißenden Absatz in unserer Reisegruppe. Wir selbst genehmigen uns einen namibischen Weißwein. Erst als wir ihn in der Hand halten, merken wir, dass er mit dem Pool der Lodge konkurrieren könnte. Sprich: der Wein ist eiskalt. Da nützt es auch nichts, dass wir warme Klamotten mitgenommen haben.
Wenig später ist es dann soweit. Allmählich senkt sich die Sonne und lässt den Sand noch einmal feuerrot aufleuchten. Als sie schon fast den Horizont berührt, werfen jeder Grashalm und jede kleine Unebenheit einen dunklen Schatten über die Düne. War die Landschaft vorher schön, so ist sie jetzt fantastisch. Klar, dass dieser Moment festgehalten werden muss. Überall werden schnell die Kameras herum gereicht, damit auch jeder mit seinem Partner im Bilde ist.
Während des Winters geht die Sonne in Namibia in einem recht spitzen Winkel unter, sodass jeder genug Zeit hat, den Moment auszukosten. Dafür ist es aber schon um 17.45 Uhr stockdunkel. Genug Zeit, eine Wasserflasche mit Kalahari-Sand zu füllen und erste Kontakte zu knüpfen, bleibt uns aber dennoch, bevor wir durch die rasch kühler werdende Luft zurück zur Lodge kehren. Zum Glück bekommt jeder eine Decke. Denn abgesehen davon, dass uns der kalte Fahrtwind ins Gesicht bläst, sind wir durch den namibischen Eiswein auch innerlich leicht durchfroren.