Tolstoy-Wohnhaus

“Du, die hat mich ausgenommen.” Etwas belämmert kehre ich zu Annette zurück. Was geschehen war: So wie wir beim Tolstoy-Wohnhaus ankamen, konnten wir das Kassenhäusle ungehindert passieren. Es sah tatsächlich aus als sei es geschlossen. Während wir danach etwas unschlüssig im Hof des Anwesens bzw. auf einer Bank verbrachten, ging eine junge Frau in das Wohnhaus. Auch sie hatte offensichtlich kein Ticket gekauft. Also folgten wir ihr in das Museumshaus.

Wohnhaus von Leo Tolstoj
Wohnhaus von Leo Tolstoj

Tja, das war wohl nichts. Denn dort werden wir von einer älteren Frau freundlich zurück geschickt, weil das Kassenhäusle sehr wohl geöffnet ist, halt über den Seiteneingang. Nach den oft freien Eintritten in Moskau hatte ich allerdings nicht erwartet, 200 Rubel pro Nase und weitere 150 Rubel für die Fotografiererlaubnis zahlen zu müssen. Auf die Erlaubnis für Annettes Camcorder habe ich dann mal verzichtet. Diese gibt es für 350 Rubel, was sich nicht wirklich lohnt.

der kleine Zeichenraum
der Saal

Der Besuch des Museumshaus aber lohnt. Schon allein, weil es in ganz Moskau kaum ein zweites Holzhaus gibt, welches so gut erhalten ist. Zudem enthalten die 18 Zimmer der Adelsfamilie noch die Originaleinrichtung aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts. Da ziehen wir doch gerne die Überschuhe an, um die Teppiche und Parkettböden zu schonen, bevor wir die Räume in dem Haus besichtigen.

Treppengang
was der so geschrieben hat???
Bett im Zimmer des Hausmeisters

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© Lars Freudenthal