”Die haben aber gesalzene Preise.” Wohl jeder hat schon einmal diese alte Redewendung gehört. Sie stammt aus einer Zeit, in der sich Salz und auch Pfeffer (gepfefferte Preise) nur wenige Leute leisten konnten und Städte, die das Mineral abbauten oder damit handelten, reich wurden. Bad Reichenhall, Salzburg, aber auch München, wo sich zwei wichtige Handelswege kreuzten, sind nur ein paar Beispiele, die das belegen.
Heute ist Salz alles andere, aber sicher kein Luxusgut mehr. Dank riesiger Salzvorkommen an den Küsten wie in Norddeutschland ist der Abbau von kristallinem Salz in vielen Regionen unrentabel geworden. Genauso werfen die Salinen in den trockeneren Ländern nur geringen Profit ab. Es ist eine mühsame, undankbare Tätigkeit, die oft von schlecht bezahlten Arbeitern ausgeübt wird.
Gesalzene Preise passt bei den Salinen von Tamarin trotzdem. Denn wer sie anschauen und ein, zwei Fotos aufnehmen möchte, muss dafür ein deftiges Eintrittsgeld berappen. So zahlen wir fast doppelt soviel wie später beim Domaine Les Pailles, einer der Top Sehenswürdigkeiten der Insel. Eine geführte Tour kostet gar annähernd das vierfache, sodass man sich wirklich überlegen sollte, ob es nicht genügt, die Kamera kurz über den Zaun zu heben. Immerhin reicht das gesparte Geld in Flic en Flac bereits für ein günstiges Hauptgericht mit Reis.