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Reisebericht Marokko |


Ganz anders sieht es bei den königlichen Stallungen aus. Hier sind wir (als zahlende Touristen) nicht nur gerne gesehen, sondern werden auch sogleich gefragt, ob wir einen Führer möchten? Wie so oft lehnen wir ab. Zum Glück, denn während wir uns die Speicher und Stallungen in Ruhe anschauen können, sehen wir einen der Führer mit einer handvoll Urlauber durch die Ställe eilen.


Kommen uns der Speicher mit einer Höhe von 12 Metern und 23 Seitenschiffen sowie die dahinter liegenden Stallungen heute riesig vor, ist das nichts im Vergleich zu früher. 12.000 Pferde wurden hier auf einer Länge von fünf Kilometern versorgt. Allein um die Wasserversorgung zu sichern, wurde ein Kanal durch die Stallungen gezogen und aus riesigen Zisternen Wasser über hölzerne Wasserräder geschöpft. Daher trägt der Stall auch die Namen Wasserburg und Haus des Wassers.



Einen Nachteil hat es dann doch, ohne Begleitung und ohne Reiseführer in den Speicher zu gehen. Denn nachdem wir in einige der Seitenräume geschaut haben, ohne große Unterschiede zu sehen, verlassen wir den Getreidespeicher - und versäumen es, in die restaurierte Stallmoschee zu gehen, in der es ein (ebenfalls restauriertes) Wasserrad gibt. Na ja, dann vielleicht das nächste Mal.
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