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Sao Vicente de Fora

Als letztes Ziel des Tages kommen wir am späten Nachmittag zur Klosterkirche von Sao Vicente. Ihr Beiname, “außen”, lässt erahnen, dass sie sich ein gutes Stück von der Burg entfernt befindet, wurde sie doch im 13. Jahrhundert außerhalb der damals aktuellen Stadtmauer gebaut. Aber wozu gibt es schließlich die vielen kleinen Straßenbahnen? Also steigen wir abermals in die Linie 28, welche uns bis direkt vor die Kirche bringt.

Blick über die Alfama zur Santa Engracia in der Klosterkirche Brunnen im Kloster Sao Vicente de Fora

Gewidmet ist die Kirche Sankt Vinzenz, dem Schutzpatron Lissabons. Der Legende nach sollen seine Gebeine vor der Algarve angetrieben worden sein. Als das Schiff, welche sie später nach Lissabon überbrachte, von zwei Raben begleitet wurde, war das Stadtwappen komplett: Schiff des Heiligen Vinzenz und seine zwei Raben. Zu sehen ist das Wappen zum Beispiel im Mosaikpflaster auf der Rotunda (Praca do Marques de Pombal), zwischen der Avenida da Liberdade und dem Botanischen Garten.

Kreuzgang im Klosterhof in der Klosterkirche

Nach dem Eingang der Kirche kommen wir zunächst über eine Treppe in die unteren Räume und damit zu einem gefluteten Gewölbe, gehen dann aber weiter durch Kreuzgang und zum südlichen Querschiff mit dem Altar der Antonio-Kapelle mit der Grabplatte der Teresa Taveira. Sie ist eines der weniger Überbleibsel, die nach dem Erdbeben von 1755 in den Kirchenneubau übernommen wurden.

Kachelausstellung im Museumsteil der Kirche auf dem Dach der Klosterkirche

Weit bekannter ist das im ehemaligen Klarissinnenkloster eingerichtete Azulejo-Museum. Denn wenn man in der Stadt nur noch wenige erhaltene Fliesenfassaden findet, so kann man sich hier regelrecht satt sehen. Mehr als 15.000 Fliesen und etliche einheimische, spanische und holländische Fliesengemälde sind in dem Museum untergebracht. Das größte dieser Azulejos besteht aus 1.300 Fliesen und zeigt auf 40 Meter Länge, wie Lissabon 25 Jahre vor dem Erdbeben von 1755 ausgesehen hat.

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© Lars Freudenthal

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