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Jardim da Estrela Blick vom Friedhof auf die Brücke des 25. April (Ponte 25 de Abril)

Abandonado, verlassen - mit dieser Inschrift versuchen die Portugiesen, ahnungslose Besucher auf dem Friedhof der Freuden zu verschrecken. Ob es solche Gräber noch gibt, wissen wir nicht. Bei unserem Rundgang durch die Totenstadt finden wir zwar einige leere Gräber, die Inschrift selbst aber können wir nirgends entdecken.

Wie in Regalen stehen die Särge in den Totenhäusern.

Dafür staunen wir darüber, wie offen die Särge aufgestellt sind. Oder besser: gestapelt. Zumeist sind es nämlich drei, vier, die in Borten übereinander stehen.
Ein Teil der kleinen Totenhäuser steht offen. Was nicht so schlimm wäre. Allerdings befinden sich auch einige der Särge in einem so schlechten Zustand, dass es mit etwas recken möglich ist, in sie hineinzublicken. Für Kinder halte ich dies weniger geeignet.

auf dem Cemitério dos Prazeres
Totenhäuser auf dem Friedhof Prazeres

Aber auch Erwachsene können sich ganz schön erschrecken. So taucht plötzlich ein sehr dunkelhäutiger Mann wie aus dem Nichts auf, als Annette unbedacht hinter einem der vielen Totenhäuser blickt. Aber wie heißt es so schön? Der Gärtner ist immer der Mörder.
Vorbei an den Totenhäusern, durch eine hohe Allee mit Zypressen, eröffnet sich uns im hinteren Bereich des Friedhofs ein weiter Blick über Lissabon und den Tejo. Leider sind wir zugleich in der Nähe der Avenida da Ponte, eine Auto- und Zugbrücke, welche weite Teile der Stadt verlärmt.

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