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Reisebericht Kapverden - Santiago |


Gut eine Stunde nach Aufbruch haben wir den ersten großen Anstieg bewältigt. Nach einer kurzen, da leicht windigen Pause im Schatten wandern wir in guter Entfernung parallel zum Grat des Pico da Antonias. Gute Entfernung deshalb, weil es neben unserer Passage an der Nordwestseite möglich ist, von der anderen Seite bis hoch zum Gipfel zu kraxeln. Dann kann man den Berg aber nur in Häppchen aufnehmen, während wir auf unserer Route große Teile des Grats überschauen können.



Wie bei Gongon wird auch am Pico da Antonia nahezu jeder Flecken Erde für die Landwirtschaft genutzt. Neben den bekannten Bohnen- und Maispflanzungen fällt uns eine Art Cocktailtomate auf, die am Wegrand über niedrige Mauern wuchert und buschige Horste bildet. Es ist Erntezeit. Das heißt, zumindest für Kiki, der sich anschickt, eine Tüte mit den winzigen Früchten zu füllen. “Die bringe ich heute Abend meiner Mutter”, erklärt er kein bisschen verlegen. Während er ganze Trauben pflückt, begnügen wir uns mit einzelnen, schmackhaften Tomaten.


Nachdem wir auf halber Höhe einer Geröllhalde den südwestlichen Nebengrat des Picos passieren, kommt Assomada in Sicht. Bevor wir auf das Hochplateau steigen, müssen wir jedoch zunächst wieder ein Stück bergab wandern. Erneut kommen wir durch fruchtbare Felder. Wieder wird der Boden überwiegend für den Anbau von Bohnen und Mais genutzt. Daneben besitzt aber auch das Zuckerrohr eine Bedeutung für die Menschen - das zumindest beweist eine alte Zuckerrohrmühle, die wir passieren.


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