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Reisebericht Kapverden - Wüsteninsel Sal |
Eilig hasten Männer über den Kai, transportieren leicht verderbliche Ware zu den Restaurants und Hotels von Santa Maria. Schüsseln, Eimer, ganze Schubkarren voll Fisch tragen und rollen sie an uns vorbei. Einen Teil des Fangs verarbeiten die Fischer direkt auf den Planken des Kais, zerlegen Thunfische und reichen sie an Frauen weiter, die ihn verkaufen. Ab und zu wird es laut, nie aber hektisch. An Schaulustige hat man sich längst gewöhnt.


Schon beim Anblick dieses Treibens hat sich unsere zweite Fahrt nach Santa Maria gelohnt. Wenn ich bedenke, dass wir aus der Verlegenheit in den Süden von Sal gefahren sind, nicht in Espargos herumsitzen zu müssen, alle Achtung. Das hatten wir nach dem ausgesprochen ruhigen ersten Besuch von Santa Maria nicht erwartet. Aber auch Obacht: auch wenn es hier kein Problem ist, zu Filmen oder zu Fotografieren, müssen wir dennoch aufpassen, nicht über den Haufen gerannt oder vom Steg gestoßen zu werden - wenn nicht von den Fischern, so von anderen Urlaubern, die um den Platz in der ersten Reihe rangeln.


Mal mittendrin, mal aus sicherer Distanz, immer aber auf der Hut vor eventuellen Taschendieben, schauen wir uns das Spektakel eine Weile an. Bald, pünktlich zur Mittagszeit, aber macht sich der Hunger bemerkbar und gehen wir im Restaurant Hotel Odjo d’ Agua essen. Auch das zweite Mal, wieder Spaghetti Bolognese und immer noch gut!


Nach dem Essen und einem weiteren, ausgedehnten Strandspaziergang bis fast zur Hotelanlage von Riu verbringen wir den Nachmittag in einer gemütlichen Strandbar. Gemütlich deshalb, weil einen die Bedienungen selbst dann seelenruhig sitzen lassen, wenn das Glas leer ist. So beobachten wir einige Gäste, die am Lesen sind, ohne dass sie großartig etwas konsumieren. Vielleicht liegt es aber auch an dem trüben Wetter, das alle etwas schläfrig macht.
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