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Blasen an den Füßen, schmerzende Gelenke und obendrein auch noch den Rücken ganz durchschwitzt: schnell können solche Beschwerden einen ganzen Wandertag vermiesen. Schuld daran ist aber nicht immer das Wetter oder unsere überschätzte Ausdauer, sondern sehr oft auch eine für Wanderungen ungeeignete Bekleidung.

Vor allem bei Wanderungen durch sehr unwegsames Gelände empfiehlt Ernst Jehle den Gebrauch von Trekkingstöcken. Wanderschuhe sollten leicht und griffig sein.

„Das fängt schon bei den Schuhen an,“ berichtet Ernst Jehle vom Sportgeschäft Jehle in Lauchringen, „oft sind Wanderer mit viel zu schwerem Schuhwerk unterwegs.“ Als wichtige Eigenschaften der richtigen Besohlung nennt er uns eine griffige Sohle, „gerne mit einem ausgeprägten Absatz, dass man auch mal rutschen kann, ohne gleich hinzufliegen.“ Auch auf eine gute Dämpfung sollte man achten, da nur wenige Wanderwege ausschließlich über weiche Waldböden führen. Dabei sollte der vordere Bereich des Schuhs mit einem Zehenschutz versehen sein, um Verletzungen an den Füßen zu vermeiden.

in der Gruppe macht das Wandern am meisten Spaß

Für Wanderungen im Frühjahr und im Herbst empfiehlt Jehle einen Schuh aus wasserdichtem Material, „für kleinere Wanderungen wie zur Küssaburg aber braucht man den nicht.“ Um schmerzenden Blasen an den Füßen vorzubeugen, sollten im Wanderschuh keine Baumwollstrümpfe getragen werden. „Baumwolle kann reiben und das kann auch schon bei kurzen Touren schnell zu Blasen führen. Besser eignen sich Socken aus Wolle ohne Nähte. Die halten den Fuß auch länger trocken.“

Eine weitere Möglichkeit, Verletzungen vorzubeugen und die Gelenke zu schonen, sieht Jehle im Gebrauch von Trekkingstöcken. Diese sind im Vergleich zu Nordic-Walking-Stöcken stabiler, haben einen dickeren Durchmesser und ein etwas anderes Griffsystem. Als wichtigste Eigenschaft eines guten Trekkingstockes aber nennt Ernst Jehle „eine gute Federung, damit die Schläge nicht auf den Körper gehen, sondern abgedämpft werden.“

Die Wimbachklamm im Berchtesgadener Land Der Spitzingsee mit dem Brecherspitz in Bayern Die Almbachklamm im Berchtesgadener Land

Bei der Bekleidung empfiehlt Jehle, anstatt eines „dicken Teils“ mehrere Schichten übereinander anzuziehen, „so dass man auch hin und wieder mal was ablegen kann, ohne anschließend frieren zu müssen.“ Seit ein paar Jahren in Mode gekommen, lassen sich Funktionshosen an mehreren Stellen trennen, notwendig für eine schöne Wanderung allerdings sind sie nicht, verrät uns Jehle, der selbst „immer mit einer dreiviertel Hose“ wandern geht.
Wählerischer sollte man hingegen beim Rucksack sein. Dabei spielt es weniger die Rolle, ob man den Rucksack weiter oben oder nur knapp überm Gesäß trägt, sondern hier sorgen in erster Linie Abstandshalter für das Wohlbefinden. Ob über Gestelle oder Polsterungen ist dem jeweiligen Geschmack überlassen, „wichtig ist nur, dass der Rücken Luft bekommt.“

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