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"Die Bewegung an der frischen Luft, draußen in der Natur, nutzen viele gerne als Ausgleich zur Büroarbeit." Kathrin Großer, Fitnesstrainerin in Tiengen, muss es wissen. Im Fitnessstudio arbeitet sie als ausgebildete Leiterin für Nordic Walking. "Insgesamt haben wir drei Gruppen. In einer steht die Fettverbrennung im Vor-dergrund, eine dient der Konditionssteigerung und eine Gruppe ist für Senioren."

Dabei bietet das Nordic Walking gegenüber anderen Sportarten so-wohl gesundheitliche Vorteile als auch eine höhere Trainingseffizienz. "Das Nordic Walking entlastet den Bewegungsapparat und löst Muskelverspannungen im Schulter- und Nackenbereich." Damit ist die Sportart vor allem für Personen mit Knie- und Rückenproblemen besonders geeig-net. Aber auch der Kalorien-verbrauch wird deutlich gesteigert. Um eine optimale Verbrennung zu erreichen, rät Kathrin Großer den Teilnehmern, immer mit Herzfrequenzmesser zu trainieren.

Die Seniorengruppe wird vorwiegend von Leuten besucht, die zuvor jahrelang gar keinen Sport mehr betrieben haben. So nutzen viele Teilnehmer das Nordic Walking als Einstiegsportart, bevor sie zu anderen Laufsportarten wie Joggen oder das Walken ohne Stöcke überwechseln.

Wenn sie denn wechseln. Nordic Walking ist nämlich nicht nur gesund, sondern macht auch Spaß, wie mir drei Frauen um die Fünfzig erzählen. Vor ein paar Jahren wären sie noch die einzigen in ihrer Umgebung gewesen, die das Laufen mit den Stöcken angefangen hatten. "Die erste Zeit wurden wir oft belächelt, weil wir die Skier vergessen hätten." Seitdem ist die Outdoorsportart zum festen Bestandteil ihrer Freizeitplanung geworden: "Wir treffen uns einmal in der Woche. Dabei gefällt uns vor allem, dass der Körper insgesamt beansprucht wird. Durch die Stöcke sind die Arme automatisch oben und wird die Belastung auf den ganzen Körper verteilt." Außerdem könne man sich dabei sehr gut unter-halten, was beim Jogging nicht der Fall wäre.

Auch in den geleiteten Gruppen ist die Stimmung sehr locker. "In den Gruppen Fettverbrennung und bei den Senioren wird natürlich nicht so ernst trainiert wie in der Konditionsgruppe. Hier steht das Beisammensein im Vordergrund." Bei allem Spaß und Lockerheit rät Kathrin Großer aber dennoch, stets eine Erste Hilfe-Tasche mit Eisspray und Pflaster bei sich zu tragen. "Die Stöcke bieten zwar auch auf unbefestigten Wegen einen guten Halt, kleinere Verstauchungen oder Kratzer durch Dornen können aber natürlich nicht ausgeschlossen werden."

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© Lars Freudenthal