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Unermüdlich drehen sich die kleinen Rollen, setzen die Inline-Skater einen Fuß vor den anderen. Ein leichter Fahrtwind schlägt ihnen ins Gesicht, während sie an Feldern und Wiesen vorbeirauschen. Es sind die lang gestreckten Ebenen am Hochrhein sowie entlang der Wutach, die sie immer wieder in die offene Landschaft locken. Tatsächlich hat sich das Inline-Skaten in unserer Region innerhalb nur weniger Jahre zur Breitensportart entwickelt. Ein Trend, der anhält. Denn mit jeder neuen Saison begeistern sich mehr Freizeitsportler für die Kombination aus Geschwindigkeit und Landschaftserleben..

in der Gruppe macht Inlinen am meisten Spaß - hier die Crazy Rollers aus Dangstetten
in der Gruppe macht Inlinen am meisten Spaß - hier die Crazy Rollers aus Dangstetten

Doch der Umgang mit den schnellen Schuhen will geübt sein, soll die erste Fahrt nicht mit einem bitteren Sturz enden. Schon das Aufstehen bereitet vielen Einsteigern ungeahnte Probleme. "Gerade Anfänger, die sich noch unsicher fühlen, drohen beim falschen Aufstehen gleich wieder zu stürzen – und das ist sehr schmerzhaft", berichtet Claudia Moser, Skatingtrainerin aus Dangstetten. Anfängern empfiehlt sie ein Aufstehen über den "Vierfüßlerstand". Dabei kniet der Läufer zunächst auf dem Boden, stützt die Hände auf und setzt den rechten Fuß neben das linke Knie. Als nächstes setzt er den linken Fuß so neben dem rechten, dass sich die Inliner in einer V-Stellung an den Fersen berühren. Danach richtet sich der Läufer seinen Oberkörper durch Abdruck der Hände vom Boden auf.

"In der Grundstellung beugt der Inliner die Knie ein wenig und stellt die Inline-Skates mit den Fersen leicht zu einander", erklärt Claudia Moser. Dabei dürfen die Knie nicht nach Innen fallen (X-Beine) und neigt der Inliner den Oberkörper leicht nach vorne. "Andernfalls kann man leicht in Rücklage geraten und nach hinten stürzen", erklärt die 40-jährige Trainerin. Beim Loslaufen stößt sich der Inline-Skater von der Innenkante des einen Schuhs ab, um auf dem anderen Schuh zu gleiten. Die Technik ist dabei vergleichbar mit dem Schlittschuhlaufen und wird von den meisten Läufern schnell beherrscht.

eine leicht gebeugte Haltung und etwas in die Knie geben besseren Halt bei der Abfahrt

Noch wichtiger als das Laufen ist jedoch das richtige Bremsen mit dem Stopper. Claudia Moser: "Um zu Bremsen, hebt man den Schuh mit der Spitze an, bis der Stopper Bodenkontakt hat. Gleichzeitig beugt man sich etwas stärker nach vorne, um eine Rücklage zu vermeiden." Der Fuß mit dem Stopper ist beim Bremsen vorne, die Knie sind gebeugt. Die Arme sind gleichzeitig vorgestreckt oder auf dem Oberschenkel des Bremsbeines aufgestützt.
Schafft es der Inline-Skater nicht mehr, vor einem Hindernis oder einer kreuzenden Straße abzubremsen, ist es umso wichtiger, richtig Stürzen zu können. Claudia Moser empfiehlt dabei die Teilnahme an einem Sicherheitstraining, bei dem der Inline-Skater in verschiedenen Übungen Vertrauen in die Sturzprotektoren gewinnen soll und sie im Notfall richtig zu nutzen lernt.

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