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Puerto Plata - Kaffee

Ein unbedingtes Muss für die Urlauber, die sich ins Zentrum von Puerto Plata wagen, ist der Besuch des Bernsteinmuseums. Bevor wir zu den unzählig vielen Bernsteinen mit erstaunlich gut erkennbaren Insekten, Termiten, Ameisen, Käfer, Spinnen und Eidechsen kommen, begrüßt uns ein Bernstein-Saurier am Eingang des Museums. Seitdem wissen wir also, dass die Dinos vom Jurassic-Park nicht aus Mücken herausgeholt wurden, sondern tatsächlich als Ganzes in dem versteinerten Harz zu finden sind...

Puerto Plata - Kaffee

Eine Besonderheit des dominikanischen Bernsteins sind chemische Einschlüsse, die ihn grünlich bis bläulich färben. Wer einen derart verfärbten Stein findet, hält übrigens keinen 50 Millionen Jahre alten Ausschuss in der Hand, sondern eine seltene Varietät, die gleichermaßen begehrt wie teuer ist.
Da es in der Karibik jedoch nur wenige wirkliche Liebhaber des Bernsteins gibt, zeigt das Museum als weitere Attraktion verschiedene Verarbeitungsstufen des Kaffees sowie die historischen Werkzeuge der Feldarbeit.
Kaum haben wir alle Erklärungen in dem etwas stickigen Räumen gehört, Steine mit Mücken mit Blutstropfen mit kleinen Dinosauriern darin bewundert, bekommen wir zum Abschluss einen Becher irgendwas. Irgendwas, weil ich mir den Namen einfach nicht merken kann. Dafür aber sollte das Getränk aphrodisierend wirken. Naja, sagen wir mal so: wer so eine Brühe runterkriegt, dem graut es auch vor nichts anderem.

Puerto Plata - Zentrum Puerto Plata - Zentrum

Durch die Altstadt kommen wir auf dem Weg vom Bernsteinmuseum zum Zentralpark an einige Holzhäuser der diktatorischen Zeit vorbei. Typisch an den Gebäuden sind die vielen Balkone und die obligatorische Veranda, aber auch die Verzierungen über den Türen und Fenstern und um so bedauerlicher ist, dass der Wohlstand an der 80.000 Einwohner Stadt bis auf kleine Flecken vorbeigeht und viele Häuser somit dem langsamen, aber stetigen Verfall ausgeliefert sind.
Eine der wenigen Ausnahmen in der Stadt ist der Zentralpark mit der Gloriette Siciliana, der als schönster Pavillon der dominikanischen Republik gilt.
Gleichzeitig ist dies auch ein sehr heißer und trockener Ort mit nur wenig Schatten auf den Bänken. So wundert es uns nicht, dass wir selbst hier nur wenige Europäer, sondern überwiegend Einheimische sehen, die im Park flanieren oder sich - hochschwanger - mit ihrem Kind fotografieren lassen, um die vorgezeigte Krankenhausrechnung zahlen zu können. Für nur ein Foto gleich zehn Dollar haben zu wollen, finde ich zwar stark übertrieben, einen Teilerfolg kann aber auch ich der Frau nicht verwehren.

Mama mit Kind - aber ein Bild für 10 Dollar??
Hähnle im Korb schnell mal den Hintern verbrenn...

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