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Am zweiten Morgen unternehmen wir einen Schnorchelausflug zur Insel. Dazu könnten wir mit einem Seekajak hinüber paddeln. Wie entscheiden uns für die angenehmere Variante und helfen, das Boot ins Wasser zu bringen - und außerdem, jede Menge Wasser aus dem Boot zu schöpfen. Als nur noch kleine Pfützen im Boot stehen, gilt es, auf die richtige Welle zu warten. Mehrmals lässt unser Tico das Boot wieder zurücktreiben. Dann endlich stechen wir in See und tuckern gemütlich über das Meer.

das Boot wird bei Samara ins Wasser gebracht Fahrt zur vorgelagerten Insel

Nach einer Viertelstunde (und gelegentlichem Wasserschöpfen seitens unseres Fahrers) erreichen wir die Insel. Ein Anlegen ist wegen der Steine im Wasser und des Wellengangs nicht möglich. Bei Wassertemperaturen knapp 30 Grad Celsius ist das aber kein Problem. Eher das Laufen über den Strand. Denn auch wenn es mitten am Vormittag ist, hat sich der Sand in der Sonne bereits stark aufgewärmt.

Strand der Insel Strand und felsige Küste der Insel

Nachdem wir ein schattiges Plätzchen gefunden haben (es gibt nur eines), sehen wir, dass sich der Hügel bewegt und kleine Steine herunterpurzeln. Es sind Leguane, die über den Hang huschen. Angst haben sie keine. Im Gegenteil, weil ihnen die Bootsleute Ananasstücke zuwerfen, kommen die Tiere von überall angerannt. Doch auch die Einsiedlerkrebse warten bereits. Sie bekommen die Schalen der Wassermelone, die wir genießen dürfen. Das finden wir doch sehr viel schöner als die Touren, bei denen es schon am Vormittag nur ums Saufen geht. Da kann uns auch nicht stören, dass sich ein Krebs an einem der aufgeschnittenen Stücke zu schaffen macht.

Leguan Annette ist glücklich... ...und die Krebse sind es Dank der Melone auch.

So schön die Insel und die Sicht auf die Bucht von Samara sind, zum Schnorcheln gibt es sicher bessere Plätze. Durch die Steine ist es mit den Flossen mühsam, ins tiefere Wasser zu gelangen, die Sicht ist trüb und die Wellen schwappen uns hin und her. Fische beobachten ist möglich, versuchen wir aber, sie uns gegenseitig zu zeigen, sind wir meist schon wieder an einer anderen Stelle. Der erste Einsatz meiner Unterwasserkamera lohnt sich dadurch nicht wirklich. Naja, dann vielleicht beim nächsten Mal. Zumindest bewehren sich unsere neuen wassertauglichen T-Shirts.

Kugelfisch bei Samara noch ein Fisch

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