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Brücke über den Río Colorado Schlammtümpel

Nach dem Sprudelgeysir überqueren wir erneut den Quebrada Pailas. Diesmal gibt es zumindest einen zur Brücke umfunktionierten Baumstamm sowie ein Drahtseil, um trocken auf die andere Seite und, ein paar hundert Meter weiter, zu den nächsten Schlammlöchern, den Pailas de Barro zu kommen. Diese sind grau und nehmen eine größere Fläche als der Vulcancito ein. Weite Bereiche sind allerdings ausgetrocknet. Für ein Schlammloch mit Schwefelgas ein ganz normaler Vorgang. Hat die Hitze alles Wasser verdampft, suchen sich die Abgase einen anderen Weg.

hier sollte man besser nicht vorbeigehen dampfende Schlammtümpel im Nationalpark

Als wir wieder auf freies Gelände kommen, stehen wir erneut im Sturm. Regentropfen treiben zwar keine mehr durch die Luft, der Wind allein aber ist so kräftig, dass wir uns fast hineinlegen können. Die Aussicht zu den Bergen, den Krater des Rincón (1.806 m) und den etwas höheren Von Seebach (1.898 m) entschädigt uns, befinden wir uns doch schon wieder in einer völlig anderen Landschaft. Nicht wissen wollen wir hingegen, mit welcher Wucht die Böen über die Berggipfel streifen.

Graslandschaft bei Rincón de la Vieja Graslandschaft bei Rincón de la Vieja

Zuletzt kommen wir zu den Pailas de agua und der Laguna Fumarólica, dem größten Schwefelsee am Fuße des Vulkans. Tief beeindruckt, durch und durch begeistert von der Abwechslung dieser Landschaft kämpfen wir uns schließlich zurück in den Wald, überqueren ein zweites Mal die Brücke über den Río Colorado und verlassen den Nationalpark mit einer Fülle an Eindrücken, die wir nie auf einem Rundgang von nur drei Kilometer Länge für möglich gehalten hätten.

Annette kämpft gegen den Wind.

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