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Leider ist das Problem mit dem Bad im Río Blanco noch das geringste (Baden wollten wir hier eh nicht). Auch auf dem weiteren Weg, nach der Brücke über den Río Blanco können uns mehrere umgestürzte Bäume nicht aufhalten. Denn diese liegen schon eine Weile, sodass es mittlerweile einen markierten Umweg gibt. Ebenfalls kein Problem ist danach ein sehr alter Baumstumpf, der uns einen dunklen, hohlen Rachen präsentiert und mit Begonien bewachsen ist.

dieser Baum liegt hier schon länger Begonie Annette im Nationalpark

Kritisch wird es erst nach der Abzweigung zum Krater des Rincón de La Vieja. Eigentlich verläuft der Weg zu den Wasserfällen durch den Quebrada Agria, der im Winter nur wenig Wasser führen sollte. Tatsächlich aber ist auch er ein recht ansehnlicher Bach geworden und ist ein Baum genau auf die Stelle gefallen, bei der wir den Bach durchqueren sollten. Da es keine zweite geeignete Stelle gibt, schmeißen wir weitere Steine in den Bach und behelfen uns mit einem Stock, um einigermaßen sicher auf die andere Seite zu kommen.

der Agria bei Hochwasser... ...und mit umgestürzten Baum.

Danach wählen wir den Abzweig zu dem oberen Wasserfall. Ein Fehler, wie sich leider bald zeigt. Die ersten Meter können wir zwar noch geschützt schnell hinter uns bringen. Dann aber geht es auf eine offene Fläche und stehen wir plötzlich in einem Wind, der unsere Schritt lähmt. Dem nicht genug, treiben Regentropfen über den Hang. Über uns ist keine Wolke zu sehen, ein Ende dieses Schauers aber auch nicht. Während wir hinten zunächst trocken bleiben, klatscht uns das Wasser vorne nur so uns Gesicht.
Nachdem wir uns in einem kleinen Waldstück kurz erholen können, stehen wir schließlich mitten im Sturm. Auf dem nassen Weg und Gras rutschen wir zwangsläufig immer wieder ein Stück bergab, im Gesicht piksen die unzähligen Tropfen wie Nadelstiche, bis wir die Tour letztendlich abbrechen. Gut durchnässt müssen wir wenig später feststellen, dass der Quebrada Agria zehn Zentimeter gestiegen ist und unsere Steine unter Wasser liegen.

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