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Wanderung durch den Nebelwald |


Obwohl die Tickets den ganzen Tag gültig sind und man nach der morgendlichen Führung wieder in den Nationalpark gehen kann, fahren die meisten Leute schon mittags zurück nach Santa Elena oder zum nächsten Programmpunkt. Für die wenigen, die bleiben, bedeutet dies, dass der Park nun so gut wie menschenleer ist und man auf den Rund- und Wanderwegen nur selten jemand trifft.


So begegnen wir nur einer Nachzüglergruppe, als wir ein zweites Mal über den Sendero Bosque Nuboso zu den Quetzals gehen. Den nächsten Kilometer haben wir bereits für uns allein. Für uns hat es teilweise sogar den Anschein, als wäre außer uns gar niemand mehr im Park.
Erst als wir freie Sicht auf den Aussichtspunkt “La Ventana” haben, entdecken wir ein paar andere Wanderer. Und sie uns, wie ihr Winken verrät. Auf mittlerweile knapp 1550 Metern angekommen, lässt sich außerdem schön beobachten, wie der Wind die Wolken über die Kammlinie peitscht. Immer wieder fallen kleine Wolken und Nebelschwaden in den Wald, um sich wenig später aufzulösen. Ein beeindruckendes Schauspiel.


Fünf Minuten später erreichen wir die Kontinentalscheide von Mittelamerika. Hier schützen uns einzig die dichten Sträucher vor dem sturmartigen Wind. Wo sie fehlen, bläst uns heftiger Wind ins Gesicht. Zum Glück befindet sich die Aussichtsplattform im Windschatten. Sonst könnte man es hier kaum länger aushalten. So aber eröffnen sich uns zwei unterschiedliche Aussichten. Die eine in Richtung Pazifik mit sonnigem Wetter, die andere in Richtung Karibik - wolkenverhangen und duster.


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