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Ein Kapuzineräffchen in Manuel Antonio zu sehen, ist wahrlich keine Kunst. Sie haben sich so an die Menschen gewöhnt, dass sie sich selbst von Blitzlichtgewittern nicht verschrecken lassen, wohl aber am Schauen sind, ob sie nicht irgendetwas Essbares erhaschen können. Haben sie Erfolg und wird der Spender erwischt, muss er den Park verlassen. Anders geht es nicht.

Kapuzineraffe (Cebus) Mantelbrüllaffe (Alouatta palliata)

Nachdem wir auf dem Weg in den Park mehrfach angesprochen wurden, ob wir an einer Führung teilnehmen möchten, sind wir froh, keinen Guide bei uns zu haben. Klar wissen sie, wo sich die Tiere aufhalten (von Verstecken kann kaum die Rede sein), haben Ferngläser und ein Spektrum dabei und tauschen sich per Funk mit anderen Guides aus. Verhält man sich einigermaßen ruhig und schaut aufmerksam in die Bäume, entdeckt man die Kapuzineraffen und (seltener) Faultiere aber genauso gut.

Faultiere (Folivora)

Außerdem ist es doch deutlich ruhiger, wenn man nicht mit zig anderen Leuten durch den Park läuft.
Wohl auch deswegen finden wir einen einzelnen Brüllaffen hoch oben in den Zweigen und, beim Blick ins Untergeholz, eine Art Sumpfhuhn und sogar zwei Mittelamerikanische Aguti.
Den Leguan, den wir am Strand sehen, zeigt uns schließlich eine andere Urlauberin.

Mantelbrüllaffe (Alouatta palliata)

Bei nasser Witterung wenig spannend ist hingegen der Aufstieg zum Aussichtspunkt El Mirador. Von ihm lassen sich die Bucht und das Meer gut überblicken, der Weg ist bei Nässe jedoch recht sumpfig und glitschig. Da ist es doch schöner, erst über den Sendero Punta Catedral die Halbinsel (mit Blick auf die vorgelagerten Inseln) zu umrunden und anschließend über den Sendero El Perezoso, den Wanderweg der Faultiere, zu den weiter oben liegenden Ausgang zu wandern.

Huhn im Nationalpark Manuel Antonio Leguan

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