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Als wir in unserem Reiseführer gelesen hatten, dass an der Straße von La Fortuna zum Arenal oft Nasenbären zu sehen sind, hatten wir ja wirklich Hoffnung, mit etwas Glück ein paar der Tierchen zu entdecken. Gestärkt wurde dies vor Ort durch die Schilder “Don´t feed the animals” - “Tiere füttern verboten”. Und tatsächlich: auf dem Weg zum Vulkan hält der Wagen vor uns an und sehen wir im nächsten Moment eine Bande Nasenbären auf der rechten Straßenseite entlanglaufen. Welch ein Glück!!!

Nasenbären nahe La Fortuna hier wird gebettelt und geschnuppert

Als ich noch überlege, ob man hier aussteigen kann, kommt hinter uns schon der gesamte Verkehr zum Erliegen. Überall hüpfen die Reiseleiter und Urlauber, Eltern und Kinder aus den Bussen und Pkws, werden Kameras gezückt und beginnt die Jagd auf die besten Bilder. Denn, so wissen wir spätestens jetzt, “Füttern verboten!” heißt nichts anderes, als dass hier ab und zu etwas Essbares aus den Fahrzeugen fällt und sich die Tiere so daran gewöhnt haben, dass der Verkehr für sie eine Art Essen auf Rädern darstellt.

Nasenbär sie kennen keine scheu

Die natürliche Scheu ist ihnen fremd. Im Gegenteil, dauert es nur wenige Sekunden, bis die zweite Familienbande die Straße herunter und auf uns zu hoppelt. Bei den Menschen angekommen, bewegt sich ihre Nase immer auf und ab, betteln sie um Nahrung und machen Männchen, um die hingehaltenen, lockenden Hände zu kontrollieren. Als sie schließlich bei einem Mann Erfolg haben, beschimpft ihn einer der Busfahrer. Auf der einen Seite hat er sicher recht, weil es den Tieren nicht unbedingt gut tut. Andererseits dürfte er dann aber gar nicht erst anhalten, zählt er doch selbst zu den Nutznießern dieses Verhaltens.

noch ein Nasenbär krieg ich jetzt was??? putzig, drollig, fast handzahm

Deswegen mag ich hier auch niemanden verurteilen, weil er ein Stück Zwieback oder ein bisschen Obst an die Tiere gibt. Als sich die Straße in einen Nasenbär-Freizeitpark verwandelt, wird es uns dann aber doch zu bunt. Später sind wir dann froh, einen einzelnen Nasenbären zu finden, den wir ganz alleine beobachten können - ohne ihn anzulocken zu müssen.

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