Bis Tilarán ist die Straße in einem guten Zustand. Das nächste kleine Stück nach Dos de Tilaran ist sie in einem schlechten und ab da bis nach Santa Elena in einem sehr schlechten Zustand. So heißt es in unserem Reiseführer: bei trockenem Wetter ist es möglich, die Strecke ohne Allrad zu fahren. Die Landschaft jedoch ist einfach nur herrlich und entschädigt uns für die vielen Ruckler. “Das ist doch wie das Teletubbie-Land”, stellt dann auch Annette fest. (Nein, natürlich haben wir beide die Sendung nie angeschaut.)
Allerdings ist der richtige Weg nie so schlecht wie die Zufahrt zum Arenal Oasis. Dann nämlich hat man eine Abzweigung verpasst. Zum Glück kommt uns beim ersten Mal eine Oma entgegen, die uns mit einem winkenden “No no no!” zu verstehen gibt, dass wir uns auf dem Weg zu ihrem Acker befinden. Beim zweiten Mal hilft uns der Verkäufer eines winzigen Ladens zurück auf den richtigen Weg. Bis zum Ende unserer Reise werden es die einzigen zwei Male bleiben, dass wir uns verfahren.
Unbedingt einen Stopp wert sind die Kaffeeplantagen im Hochland. Mit den einzeln stehenden, hohen Schattenbäumen, der Hanglage und der traumhaften Bergkulisse dahinter bilden sie eine Traumidylle. Und sollte Ihre Frau Teepflückerin spielen, um ein kleines Trinkgeld zu bekommen, geben Sie es ihr ruhig. Spätestens, wenn Sie zurück bzw. wieder hoch auf die Straße will, wird sie es Ihnen zurück geben... (-: