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Nea Fokea - byzantinischer Wehrturm Nea Fokea - byzantinischer Wehrturm

Elf Kilometer nach Néa Potidéa kommen wir nach Néa Fókea, einem von vielen Flüchtlings- siedlungen in der Region (zu erkennen an dem “Néa”). Denn nachdem das Vorhaben der Griechen, alle Regionen mit griechischen Landsleuten unter ihrer Kontrolle zu bringen, im Westen der Türkei kläglich scheiterte, mussten die kleinasiatischen Griechen 1922/23 aus den anatolischen Gebieten fliehen. Dabei mussten sie außerdem ihr ganzes Hab und Gut zurücklassen. Einzig den Griechen in Istanbul wurde zugestanden, ihr Eigentum zu veräußern, bevor sie die Metropole am Bosporus verließen.

Nea Fokea - byzantinischer Wehrturm
Nea Fokea - byzantinischer Wehrturm

Wie viele Flächen auf den drei Halbinseln Chalkidikis gehörte auch das Gemeindegebiet Néa Fokéas lange Zeit dem Áthos-Kloster Ágios Pávlos. Die Klöster zählen damit zu den Verlierern der “Großen Idee” Griechenlands. Denn sie mussten weite Teile ihrer Ländereien an den Staat abgeben, um den Flüchtlingen eine neue Heimat bieten zu können.
Im Fall Néa Fókea kann man aber auch sagen: wie gewonnen so zerronnen, da das Kloster Fókea im Jahre 1407 vom byzantinischen Kaiser Manuel II. Palaiologos (also von Staatswegen) geschenkt bekommen hatte.

Heute begrüßt den Ankömmling der 17 Meter hohe, byzantinische Wehrturm, der auf einem grasbewachsenen Kap über der Bucht mit ihrem türkisblauen Wasser und ihrem grobkörnigen Sandstrand thront. Diente der Turm früher dazu, den kleinen Hafen vor feindlichen Übergriffen zu schützen, hat er auch heute noch nicht ausgedient. Denn im Sommer nisten hier hunderte Mauersegler, welche die Urlauber vor den “blutrünstiger” Attacken gefräßiger Mücken zu bewahren versuchen.

Nea Fokea
Nea Fokea Nea Fokea

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