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Reisebericht Blaue Reise |
Der nächste Ausflug führt uns nach Kale Köy (Burgdorf) auf die Halbinsel Simena. Bereits im 4. Jahrhundert vor Christus wurde hier das antike Simena gegründet, welches zur Hälfte auf der Insel Kekova und zur anderen Hälfte auf dem Festland errichtet wurde. Durch die vorgelagerte Insel Kekova wurde die Bucht von Griechen, Römern und Veneziern gleichermaßen als natürlich geschützter Naturhafen genutzt.
Auch heute noch ist Kale Köy nur mit dem Boot zu erreichen. Vorausgesetzt, man will nicht einen beschwerlichen Fußmarsch über die stark zerklüfteten Berge in Kauf nehmen, welche das Dorf bis an die Küste umschließen. Die Zeiten der Seefahrer und Händler sind natürlich vorbei und so wird die Bucht nunmehr vor allem von Deutschen, Italienern und Österreichern als beliebtes Ausflugsziel gegenüber der versunkenen Stadt besucht.
Diesmal werden wir nicht grüppchenweise vom Atlantik-Beiboot ans Ufer gebracht, sondern holt uns ein süßer Kahn vom Gulet ab. Obwohl es noch früh am Morgen ist, steht die Sonne schon wieder hoch am Firmament und sind wir ganz froh über das kleine Sonnendach des “Wassertaksis”. Das Wasser liegt ruhig, beinahe träge wie in einem See, in der Bucht und das einzige Lüftchen, was sich bewegt, ist der Fahrtwind des Bootes, den wir jedoch nur während der kurzen Überfahrt genießen können.
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