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Reisebericht Blaue Reise |
Die Gulets sind Stammgäste in der Bucht. So bleibt es nicht aus, dass jeder Kapitän mit wenigstens einem Wirt in Kale Köy gut befreundet ist. Niemanden wird es verwundern, dass es ausgerechnet im Lokal des Freundes besonders gut schmeckt und die Bedienung hier am freundlichsten ist.
Statt dessen entscheiden wir, uns die Burg anzuschauen. Schon nach wenigen Schritten müssen wir uns eingestehen, dass es wirklich sehr heiß und trocken ist. Zum Glück aber gibt es in dem Ort einen kleinen Laden, in dem wir uns mit dem nötigen Getränkeproviant versorgen können.
Auch hier wachsen Feigenkakteen zwischen den zum Teil mehr als 1000 Jahre alten Häusern. Ein paar Bougainvilleen leuchten himbeerfarben in der Sonne und in der Ortsmitte ragt eine Palme stolz zum Himmel empor.
So wird auch uns ein bester Freund vorgestellt, der uns ohne viel Worte gleich auf einen frisch gepressten Orangensaft in sein Restaurant einlädt. Obwohl wir wissen, dass es nirgends in Kale Köy einen besseren Orangensaft zu einem günstigeren Preis gibt, lehnen wir doch ab, weil das Dörfchen einfach zu schön ist, um nur in einer Gaststätte zu hocken.
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