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Reisebericht Blaue Reise |
Die Burgruine erhebt sich direkt an der Küste steil empor und bildete seit Ende des 2. Jahrhunderts vor Christus bis zur Eroberung durch die Römer im Jahr 78 vor Christus die westliche Basis der kilikischen Piraten.
Unseren Mitstreitern geht es nicht besser. Immer wieder erweisen sich schmale Pfade als Sackgassen, enden halsbrecherischen Wege an einem breiten Spalt oder führen an die Kante eines Abhanges. Bald schon werden die ersten Wasserflaschen geöffnet, schnaufen wir selbst tief durch, während von weiter unten leise Klagelaute der nächsten Touristen zu hören sind, welche sich trotz der drückenden Hitze in den Kopf gesetzt haben, uns zu folgen.

Dann ist es endlich geschafft. Über den Rand erspähen wir die Atlantis ein wenig abseits der vielen anderen Boote in der Bucht unter uns. Nun gönnen auch wir uns ein paar Schluck Wasser und genießen den Ausblick weit über das Meer.
Warum wir es machen, wissen wir nicht. Tatsache aber ist: überall, wo es ohne Seil möglich ist, klettern wir hoch. Natürlich durfte da auch der Burgfels des alten Piraten Zineketes nicht fehlen, auch wenn der Weg recht unwegsam bis halsbrecherisch war.
Längst sind die meisten Mauern der einst stolzen Festung verfallen, wuchert überall dichtes Gestrüpp aus dornigen Sträuchern und Disteln. Und doch lässt das Dickicht immer wieder einen Blick auf ein paar Gebäudereste der antiken Stadt unterhalb der Burg zu. Für uns lässt sich nur erahnen, welche Reichtümer die Piraten hier zusammen getragen hatten und kommen selbst doch nur mühsam voran. Immer wieder rutschen wir mit unseren Sandalen auf dem Gemisch aus Fels, Geröll und Staub aus, während uns die Sonne mit aller Kraft auf der Haut brennt und uns den Schweiß aus den Poren treibt.
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