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Reisebericht Blaue Reise |
Natürlich gibt es auch in Arykanda eine Nekropole und obwohl einige schon mit dem Sonnenstich zu kämpfen haben, besuchen wir zumindest ein paar der Felsen- und Tempelgräber unterhalb des Theaters.
Die Bewohner Arykandas galten damals als prass- und vergnügungssüchtig. So wundert es nicht, dass die Gräber selbst im verfallenen Zustand noch pompös wirken.
Auf dem Weg zum Gymnasium kommen wir an mehreren zweistöckigen Badehäusern vorbei. Diese sind noch bis zur Dachhöhe erhalten und hätte es noch eines Beweises für den verschwenderischen und zugleich hoch verschuldeten Wohlstand der Einwohner gebraucht, hier ist er zu finden. So wurden die Thermen nicht nur mit aufwändigen Mosaiken kunstvoll verziert, sondern außerdem mit einer Fußbodenheizung ausgestattet, deren Einrichtungen ebenfalls noch erhalten ist.
Schade allerdings finden wir, dass Arykanda auch von Banausen besucht wird, die achtlos auf den Mosaiken herumrennen oder ihre Kinder nicht im Griff haben, denn so werden die Mosaiken trotz Absperrung schon bald der Vergangenheit angehören.
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