|
Reisebericht Blaue Reise |
Eigentlich stand als nächstes die antike Stadt Myra mit der Kirche des Heiligen Sankt Nikolaus auf dem Programm. Nachdem der Hälfte der nicht ganz so seetauglichen Seeleute schlecht war und die meisten auch so schon keine Lust hatten, diese als völlig überlaufen und überteuert bekannte Sehenswürdigkeit zu besuchen, sind wir statt dessen nach Simena, der versunkenen Stadt, gefahren.
Die im 2. Jahrhundert nach Christus durch ein Erdbeben versunkene Stadt nahe der Insel Kekova (Thymianfeld) gilt heute als eine der faszinierendsten Unterwasserlandschaften der Türkei. Überall entlang der steilen Küste erkennen wir die Reste der aufgegebenen Siedlung. Treppenstufen führen von Hausruinen hinab in das türkisblaue Wasser und lenken unseren Blick auf untergegangene Fundamente und altertümliche Hafenanlagen.
War in der Reisebeschreibung noch zu lesen, dass wir die versunkene Stadt auf eigene Faust besichtigen können, stellen wir Ort fest, dass das Schnorcheln hier längst verboten wurde, und betrachten das ganze dann lieber von der Reling aus. Ist allerdings auch ganz gut so, weil sonst wahrscheinlich Heerscharen von Touristen über die Reste der antiken Siedlung herfallen würden. So aber fehlen die Hobbyschnorchler an diesem Morgen und ist die Atlantis das einzige Gulet, welches sanft über die versunkene Stadt hinweggleitet.
|