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Reisebericht Blaue Reise |
“Zwischen zwei Inseln” - so nannten die Griechen die 1500 Meter breite Bucht zwischen zwei Landzungen. Auf den Bergen in der Umgebung entdecken wir Pinienwälder, über denen in der Antike ein erbitterter Kampf zwischen Dämonen und Göttern tobte. Ganz in der Nähe, in dem kleinen Dorf Chimaire, soll einst der Königssohn Bellerophon auf seinem fliegenden Pferd Pegasus gegen Chimäre, einem feuerschnaufendem Fabelwesen aus Schlange, Löwe und Ziege gekämpft haben. Auch wähnten die Griechen hier die Werkstatt von Hephaistos, dem Schmied der Unterwelt. Kein Wunder, züngeln doch selbst heute noch unentwegt kleine Flammen an den Hängen vom Chimaire-Berg, aus dem kleine Mengen an Gas an die Luft entweichen.
Längst haben sich die alten griechischen Götter aus der Gegend verabschiedet, und so liegt die Bucht, auch bekannt als Bucht von Cavus, heute friedlich in der strahlenden Sonne. Wären wir an den Strand gefahren, hätten wir es uns in einem der vielen kleinen Lokale gemütlich machen oder die ebenfalls klein gehaltenen Läden durchstöbern können, denn große Hotels und laute Discopaläste sind hier aus Gründen des Naturschutzes verboten.
Leider aber hatte irgendwie keiner mehr so recht Lust, die Atlantis zu verlassen und so verbrachten wir den Rest des Tages mit Baden, Essen oder auch Nichtstun und genossen die Stille, die nur kurz von zwei weiteren Booten in der Bucht gestört wurde.
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