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im Hafen

Von dem großen Platz hinter den Teegärten eröffnet sich uns ein schöner Blick über die Dächer der Altstadt und auf das “Kesik Minare”, das abgeschnittene Minarett. Korkut Bey, ein Sohn des Osmanen-Sultans Beyazid II, hatte es Ende des 5. Jahrhunderts neben einer zur Moschee umgewandelten Basilika errichten lassen. Noch bis ins 18. Jahrhundert diente das Gotteshaus als Hauptmoschee der Stadt, wurde dann aber im 19. Jh durch einen Brand zerstört. Dabei stürzte die hölzerne Spitze des Minaretts herab und gab dem Minarett seinen Namen. Etwas dahinter steht das 38 m hohe Yivli Minare (gerilltes Minarett), das überragende Wahrzeichen der Stadt.

Blick über die Altstadt

Vom Hafenviertel kommen wir bergauf durch die malerischen Altstadtgassen und an vielen Souvenir- und Teppichhändlern vorbei. Natürlich wird uns auch hier immer wieder mal etwas zum Kauf feilgeboten.
Durch die Hitze ermattet, lassen uns die meisten Händler aber passieren, ohne sich um uns zu bemühen und gönnen sich statt dessen ein Gläschen Tee.

Minarett
Cumhuriyet Meydan

Bekannt ist ja die Hilfsbereitschaft der Türken. Da wir zu geizig für ein Taxi waren, wollten wir mit dem Dolmus zum Setur Marina. Also fragten wir uns erstmal durch, wo so ein Dolmus hält und uns mitnehmen könnte und haben uns dann nach der Nummer erkundigt. Soweit so gut. Der blöde Dolmus aber kam und kam nicht. So warteten wir sicher eine dreiviertel Stunde, vergewisserten uns, ob die Nummer stimmte und bekamen mit der Zeit immer größeren Hunger. Schließlich beschloss Lars, dass er nur noch zwei Busse warten und dann ein Taxi nehmen wolle. Hätte er früher sagen sollen, genau zwei Busse später war unser Dolmus da!!!

Endlich ging es los in Richtung Setur Marina und wir fuhren und fuhren und fuhren, während es draußen immer dunkler wurde. Dann aber hielt der Bus irgendwo im Nirgendwo und lud uns an einer großen Tankstelle aus. Anscheinend hatten wir noch 500 Meter zu laufen und wären dann im Hafen. Allerdings war es düster, neblig und einfach unheimlich. Dem nicht genug, konnten wir den Hafen irgendwie nicht so richtig erkennen. Das aber erkannte zum Glück ein Taxifahrer, der seinen Wagen von der Straße lenkte und so ließen wir uns den Rest fahren. Geiz hin, Geiz her, die 500 Meter waren sicher an die zwei Kilometer lang und wir waren froh, als wir endlich die Atlantis sahen und sogar pünktlich zum Essen an Bord gingen.

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