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Bad Tölz |


Den Nachmittag lassen wir mit einem Spaziergang entlang der Isar ausklingen. Neben wenigen Rundwegen und Zielen, die bequem zu Fuß zu erreichen sind, laden die asphaltierten Radwege auch zu längeren Radtouren sowie zum Inlinen ein. An einer etwas tieferen Stelle lockt außerdem eine Brücke zum Sprung ins kühle Gebirgswasser ein. Das zumindest wagen ein paar Jugendliche, die wir kurz beobachten. Und denen wir doch nicht folgen würden.

Schön finden wir, dass das Ufer der Isar kaum verbaut ist und sich der Fluss sein Bett in weiten Teilen selbst gestalten kann. Dadurch befinden sich einige Kiesbänke in der Isar, die sich auch ohne ein Boot erreichen lassen. Zugegeben, kühl und ein wenig wacklig ist es schon, aber dafür kann man sich hier die Kneipp-Kur sparen.

Natürlich führen viele Hundebesitzer ihre Lieblinge an der Isar spazieren. Seltener dürfte eine Schildkröte sein, die wir beim Rückweg entdecken. “Er geht gerne spazieren”, hören wir die Besitzerin hinter uns. Wie das schöne Tier heißt, können wir uns nicht merken, wohl aber, dass er bei schönem Wetter durchaus mal eine Stunde lang außerhalb des Gartens laufen darf. Dies allerdings nie ohne Aufsicht. Schildkröten sind zwar nicht gerade schnell, “wenn ich mich mal ein, zwei Minuten nicht schaue, wo er grad läuft, ist er weg”. Nun gut, das wollen wir dann doch nicht verantworten.


Außerdem sind wir nach der langen Fahrt, der Hitze und der ersten Spaziergänge nun doch einigermaßen erschöpft und freuen uns in der nächsten “Fußgängerzonen-Wirtschaft” über eine kühle Apfelsaftschorle. Zugleich wundern wir uns, wie wenig Leute trotz des Feiertags unterwegs sind. Da ist bei uns daheim, und vor allem bei Sonnenschein, doch einiges mehr in der Innenstadt los. Naja, ist halt doch ein gefährliches Pflaster.
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