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Das Boot nennt sich “Orkan 5” und ich bitte jeden, der einmal nach Alanya reist, sich diesen Namen zu merken. Dieses nämlich wurde uns vom örtlichen Reiseleiter (Hassan) versprochen:

  • kein überfülltes Boot, wenn wir früh genug buchen,
  • all inclusive Verpflegung inkl. Mittagessen an Bord,
  • Besichtigung der Phosphorhöhle
  • Badestopp am Kleopatra Beach, welchen Marcus Antonius der ägyptischen Herrscherin zur Hochzeit geschenkt hatte,
  • Besichtigung der Liebeshöhle und, mit etwas Glück,
  • Beobachten von Delfinen auf dem offenen Meer.
Lars im türkisblauen Meer
Einstieg zur Liebeshöhle
Annette und Lars auf der Yacht "Orkan 5"

Tatsächlich konnten die geweckten Erwartungen in keiner Weise erfüllt werden, war die Fahrt entgegen der Empfehlung des Reiseleiters keineswegs lohnenswert - zumindest nicht für Teilnehmer. Kostete der sehr gelungene Kappadokische Abend nämlich nur 22 Euro, mussten für die Fahrt rund um den Burgberg Alanyas knapp 30 Euro hingelegt werden (dass diese in einem 4-****-Hotel nicht mal mit Karte/Visa gezahlt werden konnten... naja).
Vielleicht stimmt ja die Aussage in Dumonts Richtig Reisen, dass eine solche Bootsfahrt zwar teuer, aber dennoch lohnenswert ist, auf Orkan 5 konnten wir dieses jedoch nicht feststellen, sondern sahen uns zum ersten Mal auf einer Reise, bzw. einem Ausflug dazu veranlasst, einen Brief an den Veranstalter zu schreiben.

Sprung von der Liebeshöhle

Den einzigen wirklichen Höhepunkt gab es kurz vor Schluss der Fahrt mit der Durchquerung der Liebeshöhle. Leider konnten nur sehr wenige (insgesamt nur 5 Teilnehmer unseres Bootes) daran teilnehmen, weil auf der anderen Seite der Höhle ein Sprung aus zehn Meter Höhe ins Wasser ansteht.
Die Höhle selbst verdankt ihren Namen wahrscheinlich ihrer Beschaffenheit, denn die stellenweise absolute Dunkelheit in dem sehr engen und zuweil äußerst niedrigen Durchgang lässt einen ständig mit einer Hand nach den Vordermann suchen.
Auf der anderen Seite des Ganges öffnet sich die Liebeshöhle in eine trocken gefallene Tropfsteinhöhle, in welcher auf die Ankunft des Bootes (dieses fährt außen um den Felsen herum) gewartet wird.
Dank des regen Andrangs sowie wahrscheinlich auch der Erfahrung mit sprungunerfahrenen und damit zögernden Teilnehmern drängen die Bootsleute leider sehr zum Sprung vom Felsen (1,2,3-hopp!!), sodass ich als erster “Orkan 5-Springer” erstmal für Ruhe sorgen musste, bevor ich mich in die Fluten köpfte. Der Sprung selbst - hmmmmm.

mein Sprung von der Liebeshöhle

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© Lars Freudenthal