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Ankunft in Antalya

Nach ruhigem Flug über Österreich, Serbien und Bulgarien brach kurz nach der Landung in Antalya das ganz normale türkische Chaos aus. Schon im Juli hatte die türkische Touristikbranche einen neuen Besucherrekord vermeldet, um anschließend auch im August für völlig überlastete Flughäfen zu sorgen. Also merke: EU-Bürger können sich bei der Passkontrolle an jeden der Schalter anstellen, sollten jedoch unbedingt darauf achten, keine Türken mit Kinder vor sich zu haben, weil Problem. Außerdem empfiehlt sich ein Blick auf den Grenzbeamten, ob der jede Person einzeln vorlässt oder sich in der Lage sieht, die Pässe kompletter Familien auf einmal zu bearbeiten.

Hafen von Antalya

Angekommen im Zentrum, wurden wir erstmals mit der türkischen Freundlichkeit konfrontiert, indem uns ein Türke durch eine Einkaufsstraße bis in die Altstadt führte, ohne was dafür zu wollen. Wenig später wurden wir von einem Müezzin (Gebetsrufer) in eine der ältesten Moscheen Antalyas geführt und über ein paar Grundeigenheiten des Islam aufgeklärt. Und im anschließenden Besuch bei seinem Vetter im Teppichladen (irgendwas musste doch sein) wurde uns beim typisch türkisch-touristischen Apfeltee erklärt, welcher Weltpolitiker Schuld an der Hitzewelle in Europa hat. Tatsächlich sind die Bushisten (US-Amerikaner) in der Türkei mittlerweile derart unbeliebt, dass es seit wenigen Monaten sogar ein türkisches Konkurrenzprodukt zur amerikanischen Coke gibt.

Yacht im Hafen von Antalya

Nach nervenaufreibender Kofferschlacht - leider kamen zwei Flüge aus Stuttgart, was dazu führte, dass die Koffer des einen Fluges bei dem Ausgabeband des anderen Fluges und umgekehrt landeten - kamen wir zwei Stunden später im zwanzig Minuten entfernten Hotel an.
Kurz frisch gemacht, an der Rezeption gefragt, wie man am besten in die Innenstadt kommt, das empfohlene Taksi (den Buchstaben “x” gibt es im Türkischen nicht) links liegengelassen und mit dem nächsten Dolmus rein nach Antalya.
Dolmus, das heißt im Deutschen “überfüllt” und wird, je näher man dem Zentrum kommt, seinem Namen tatsächlich auch gerecht.
Dolmus heißt aber auch eine Ersparnis von 90% gegenüber dem 10 Euro teuren Taksi und leider heißt Dolmus auch: “wie machen wir dem Fahrer klar, dass wir am Hafen aussteigen wollen?”

Annette im Moschee

Von Atatürk als “Schönste Stadt der Türkei” bezeichnet, ist ein Besuch von Antalya auch heute noch absolut lohnenswert. Als Zweimillionenstadt sind zwar vor allem die Außenbezirke zu schnell gewachsen, die Altstadt aber konnte in ihrer Struktur erhalten und weitgehend restauriert werden. Bummeln und Schlendern in den alten Gassen mit zahlreichen osmanischen Holzhäusern (Weltkulturerbe der Unesco) daher ein wirklicher Genuss!! Und auch unsere Cola konnten wir mit Sicht über den Hafen sehr genießen - vor allem, nachdem wir andere Cafes mit doppelt so hohen Preisen gefunden hatten (-;

Düdenwasserfall bei Antalya, Lara

Am Abend wären wir beinahe zu den Düdenwasserfällen ganz in der Nähe unseres Hotels gelangt. Leider aber wussten wir davon erst nach der Rundreise und ließen uns daher wenige Meter vorm Fall von einladenden Kellnern vertreiben...

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© Lars Freudenthal

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