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Ein wenig erfrischt, können wir die alte Festungssiedlung endlich ein wenig besser genießen. Über die “Pedlar Street” kommen wir an die äußere Festungsmauer zur Neptune Bastion. Ein Händler bietet frisches Obst und kleine Snacks an, während sich ein paar Touristen auf der Bastion tummeln und versuchen, keine “alten Münzen” als aufgedrängtes Souvenir zu erstehen. Auch wir werden kurz angesprochen von einem jungen Mann angesprochen, im nächsten Moment aber auch schon wieder in Ruhe gelassen.
Da wir an einem Sonntag nach Galle gefahren sind, treffen wir bei der Bastion auch sehr viele Einheimische. Die meisten nehmen in der kleinen Bucht zwischen der Neptun Bastion und der Festungsmauer ein Bad im Ozean. Ausziehen schickt sich hier nicht für singhalesische Frauen - sie gehen mitsamt ihrer ganzen Kleidung ins Meer und schöpfen sich Wasser über den Kopf und nassen Sari. Nebenan ragt ein kleiner Felsen aus dem Ozean, den ein paar Jungs als Sprungturm in - hoffentlich - etwas tieferes Wasser nutzen.

Sprungfelsen bei der Neptunbastion
Badetag bei der Tritonbastion
Giritale - Sicht auf den Stausee

Von der Neptune Bastion kommen wir über die Triton Bastion zum südlichsten Eck der Festung mit der Rocky Bastion. Was ich erst später merken soll: trotz T-Shirt verbrennt meine Haut auf Schultern, Rücken und auch auf der Brust. Das gab es noch nie. Von der Rocky Bastion sehen wir erstmals den 1940 errichteten, leuchtend weißen Leuchtturm von Galle. Genau gegenüber übrigens befindet sich das größte Zeugnis des muslimischen Einflusses: die Meera-Moschee (1909) mit zwei für diese Glaubensrichtung recht untypischen quadratischen Türmen.
Aber in der Festungssiedlung ist offenbar alles gut gemischt: portugiesische und englische Kolonialbauten, holländische Kirchen und eben auch muslimische Gebäude und Siedlungsstrukturen. Wie um das ganze abzurunden, weidet eine kleine Kuhherde im Schatten mehrerer großer Bäume, während sich wenige Meter weiter eine Katze auf ihrem Fenstersims sonnt.

sooo müde städtische Landwirtschaft

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