|
Auf der Fahrt durch das Hochland von Sri Lanka kommen wir in eines der wohl bedeutendsten Teeanbaugebiete der Welt. Kilometerweit reihen sich links und rechts der Straße unzählige Teesträucher aneinander. Dazwischen wuseln gelegentlich tamilische Frauen, die mit ihren flinken Fingern an den Büschen zupfen. Wir kommen an einer Sammelstation vorbei, an der die großen Körbe ausgeleert, ihr Inhalt gewogen und in Säcke auf Laster geladen wird. Immer wieder weisen Schilder mit Namen wie Glenloch, Edinburgh und Somerset auf die britischen Gründer der Plantagen hin. Im 19. Jahrhundert waren sie es, die den Tee von China ins damalige Ceylon brachten. Nicht aber die Engländer waren es, welche dem Anbau zum Durchbruch auf der Insel verhalfen, sondern ein Schotte legte 1849 die erste Teeplantage im zentralen Hochland an. Seitdem hat sich der weltberühmte Ceylon-Tee zum Hauptexportartikel Sri Lankas entwickelt. Dabei gilt heute wie damals: je höher das Anbaugebiet, desto feiner die Qualität.
|