|
Kandy selbst ist heute mit über 100.000 Einwohnern nach Colombo die zweitgrößte Stadt auf der Insel und wird vor allem am Tage durch die vielen Arbeitskräfte aus der Umgebung verkehrstechnisch nahezu erdrückt. Unüberhörbar dröhnen die schweren Hupen der großen Reisebusse über das "mäkmäk" der kleinen Tuc Tucs hinweg, von irgendwo aus der Mitte der Stadt ist das Pfeifen des überfüllten Zuges zu hören. Türen zu gibt es hier nicht, weder in der dritten Klasse der maroden Personenwaggons noch in den öffentlichen Bussen, die sich neben den alten Lastern und Ochsenkarren durch die schmalen Straßen drängeln. Unser Reisebus ist zum Glück mit Klimaanlage ausgerüstet und bietet durch seine Höhe einen guten Überblick über das bunte Treiben. Außerdem aber ist er zu ungelenk, als dass er uns über die steilen Serpentinen zum Hilltop, einem früheren Kolonialsitz, fahren könnte. Wir müssen aussteigen, befinden uns für einen kurzen Moment zu Fuß im Straßengetümmel wieder und werden dann auch schon von einem kleinen Shuttlebus zum Hotel gebracht.
|