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Mit der Tram unterwegs

In Hongkong soll man nicht denken, mit der Straßenbahn schwarz fahren zu können.
Es sei denn, Annette und Lars sind unterwegs und denken, sie könnten mit der nächstbesten Tram zurück zum Hotel fahren.
Tatsächlich brachte uns die Tram nicht in die anvisierte “Kings-Road”, sondern zur Endstation ins Happy Valley. Als alle ausgestiegen waren, kam uns das ja auch irgendwie komisch vor und also ging ich die Treppe runter (wir sind immer auf das obere Deck der zweistöckigen Museumsbahnen gestiegen), um statt des Fahrers nur noch eine Putzfrau anzutreffen.
Wir sollten die Tram vornedran nehmen, weil diese erst in 15 Minuten weiter fahren würde. Gesagt, getan und dabei zum ersten Mal eine Tram nicht gezahlt.
Die nächste Tram brachte uns dann wieder auf die richtige Straße, nur leider in die falsche Richtung. Also wieder ausgestiegen (dieses Mal gezahlt), eine Verkäuferin gefragt, welche Tram uns zur Kings-Road bringt, und mit der empfohlenen Tram ein zweites Mal zur Endstation ins Happy Valley gebracht worden.
Diesmal bin ich dann gleich runter zum Fahrer, der allerdings weder Englisch noch den Stadtplan (mit eingetragenem Straßenbahnnetz!) zu verstehen vorgab. Nachdem er so etwas wie “pay and go” knurrte, ist er an uns vorbei in den hinteren Teil der Tram gegangen und wir vorne raus (zweites Mal nicht gezahlt).
Den nächsten Tramfahrer haben wir gleich beim Einstieg nach der Kings-Road gefragt, und... ja, da fährt er hin. Oder auch nicht, weil er an der nächsten Ampel mit einem “nono, nono” nach oben rannte, um uns an der nächsten Station wieder raus zu lassen. Ohne zahlen zu müssen, sollten wir eine Bahn nehmen, deren Name wir nicht so recht verstanden hatten, außer, dass es wohl chinesisch war und aus drei Silben bestand.
Tatsache kamen wir mit der nächsten Bahn dann endlich (nach Herzklopfen bei der letzten Abbiegemöglichkeit der Bahn) in der Kings-Road an. Uff, wenn das gleich am frühen Morgen passiert wäre, hätten wir unser geplantes Programm vergessen können, als Abschluss unserer “Hongkong an einem Tag”-Tour jedoch war es recht witzig.
Und wäre die Tram wieder in die falsche Richtung abgebogen, dann wären wir einfach ausgestiegen und erst hinter der letzten Schienenkreuzung wieder eingestiegen (-;
Zum Schluss dieser aufregenden Fahrt mit fünf Trams (statt einer, die nötig gewesen wäre) sind wir ein letztes Mal zu Mc Mampf, der uns in Hongkong nicht nur ein erschwingliches Essen garantierte, sondern durch die verschärften Reinigungsmaßnahmen erstmals in Sakrotan frittierte Pommes bescherte...

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© Lars Freudenthal

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