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In jedem unserer Reiseführer wird das Café Gerbaud mit seinen Kristalllüstern, Vitrinen, lindgrünen Vorhängen und zahlreichen Fenstern gepriesen. Bei Maronenpüree, Marzipan und Schokolade traf sich hier einst die intellektuelle Elite der Stadt, gaben sich Schriftsteller die Klinke in die Hand. Kein Wunder, dass sich die Gäste auch heute noch gedulden müssen, wenn sie an den Köstlichkeiten des Cafés naschen wollen. Aber ob es sich lohnt, in der Menge der vielen Touristen und Möchtegernnostalgikern unterzugehen? Vielleicht, wir jedoch ließen das (wegen der sehr viel höheren Preise) von den meisten Ungarn verschmähte Gebäude links liegen und gelangten am anderen Ende der Vaci utca zum kleinen, aber sehr gemütlichen Café Europa. Im Gegensatz zum Gerbaud bietet das Europa nur wenigen Gästen einen Platz, diesen gibt es dafür aber in einer sehr viel ruhigeren und entspannteren Atmosphäre und - als wäre dies nicht Grund genug für einen Besuch - außerdem bei Sehnsucht weckenden Klängen kubanischer Musik.
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