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Bereits im September quälte uns die Frage, was an Weihnachten zu schenken sei? Nachdem wir unsere beiden Haushalte kurz zuvor zusammengeschmissen hatten, war das einzige, was uns in unserer kleinen Wohnung noch fehlte, Platz!
Das ideale Geschenk musste also etwas sein, was möglichst wenig Raum wegnimmt, nicht allzu viel kostet und trotzdem beiden gefällt. Nach kurzer Beratung hatten wir mit zwei Billigflügen nach und einem Kurzurlaub in Budapest dieses Geschenk für die Tage zwischen Weihnachten und Silvester gefunden.
Leider ging der Flug in Stuttgart so früh los, dass für uns nur eines der elendsteuren Flughafenparkhäuser (es kostete für drei Tage tatsächlich mehr als unsere beiden Rückflüge) in Frage kam. Aber naja, nimmt man ja grad noch so hin.
Durch eine kleine technische Störung (das hören wir immer wieder gerne) und mit einer halben Stunde Verspätung kamen wir am späten Vormittag in Budapest am alten Terminal des Flughafens Ferihegy an.

Fleischstand in der zentralen Markthalle Cafe Europa

Was uns am Flughafen Ferihegy I etwas störte, war die lange Wartezeit auf unsere Koffer, obwohl keine andere Maschine für den Terminal I abgefertigt werden musste.
Eine halbe Stunde später stellte sich dann zum zweiten Mal in Budapest die Frage: “wie kommen wir am besten in die Stadt?”
Bei unserem ersten Budapestaufenthalt nahmen wir noch den Minibus. Das war leider zugleich mit relativ hohen Kosten sowie einer langen Wartezeit verbunden, weil uns das Sammeltaxi erst mitnahm, nachdem sich genügend andere Mitfahrer gefunden hatten. Zum Dank wurden wir dafür auch als letzte an unserem Hotel, der Pension Dominik abgeladen und wussten dadurch auch nicht, in welcher Richtung wir in das (nahe gelegene) Stadtzentrum zu gehen hatten.
Auch heute noch kosten die Minitaxis für ungarische Verhältnisse recht viel. Aber wie spart man sich diese? Zwar wussten wir, dass es eine Busverbindung zur Endstation der U-Bahn Linie 3 gibt, doch der Bus hält leider nicht vor´m Terminal, sondern 60 m die Straße zurück.

Gellertbad Annette im Pizzahut

Tatsächlich fanden wir vor dem Terminal erstmal einen Taxifahrer, der uns für nur 5.000 Forint (= 20 Euros) zum Hotel bringen wollte und unsere Idee mit dem normalen Bus gar nicht gut fand.
Nach ein bisschen laufen in die falsche Richtung (wir hätten halt wissen sollen, welche Richtung mit “zurück” gemeint war), fanden wir schließlich die Bushaltestelle, an der schon zwei Familien am ungarischen Busplan verzweifelten.
Nun gut, Annette wollte zwar auch schon wieder den Minibus nehmen, dann aber sahen wir, dass in nur 5 Minuten der richtige Bus kommen müsste und also beschlossen wir, diese abzuwarten.
Zu dumm, dass zur besagten Zeit zwei Busse kamen und ich versuchte, in den ersten einzusteigen. Im allgemeinen haben wir die Ungarn als sehr freundlich kennen gelernt, im Bus aber saßen ein Fahrer mit Zahnlücke sowie ein Passagier - ebenfalls mit Zahnlücke. Damit durfte ich mich glücklich schätzen, nicht an den Ohren wieder aus dem Bus herausgezogen worden zu sein.
Der nächste Bus (der mittlerweile genau hinter dem Zahnlückenbus stand) war zum Glück der richtige, der Busfahrer hatte statt der Lücke ein sehr viel freundlicheres Gesicht und die ca. 80 Cent für die kurze Fahrt sparten wir uns schließlich auch noch.

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Reiterstandbild des András Hadik