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Staubern

Lars vorm Abgrund Annette vorm Abgrund

Die ersten Meter unseres Abstiegs an der Schattenseite des Hohen Kastens verschönten uns zahlreiche Frühblüher, die bei uns schon wochenlang wieder verschwunden waren. So führte uns der Weg eine ganze Weile sachte bergab und versprach uns bei bestem Wetter eine wunderschöne und leichte Wanderung durch eine zauberhaft schöne Bergwelt.
Bei der ersten Wahlmöglichkeit, welchen Weg wir weiter verfolgten, entschieden wir uns für die Passage über den Staubern (1750 m) und der Saxerlücke zum Fählensee. Schließlich wollten wir an wenigstens einem von zwei Talseen vorbeilaufen und wussten wir nicht, dass uns der gewählte Weg nicht nur zu den Seen führen, sondern zugleich wenigstens jeden der ca. 200 zurückgelegten Höhenmeter (das entspricht etwa 400 gefühlte Höhenmeter) bergab zum nächsten Gipfel wieder bergauf führen sollte. Auf halber Strecke zum zweiten Gipfel stand damit erstmal eine kleine Verschnaufpause auf dem Programm.

aur dem Weg zum Staubern Annette beim Fählensee

Gestärkt von einem guten Teil unseres Proviants ging es dann irgendwann wieder mal bergab. Naja, zumindest soweit, dass der Weg genug Anlauf zum nächsten Bergkamm nehmen konnte.
Immerhin hatten wir nach zweieinhalb Stunden mühsamen berghoch und -runter die wohl letzte Anhöhe am Staubern erreicht und konnten, wären wir nur nicht schon so kaputt gewesen, unsere Blicke eine ganze Weile über das Rheintal zwischen Österreich und der Schweiz bewundernd schweifen lassen. Außerdem konnten wir wenige Kilometer hinter dem Kasten ein aufziehendes Unwetter beobachten. Von demselben zur Eile animiert, ging es dann also wieder bergab und vorbei an der Saxerlücke, wo sich ein letzter Blick auf Österreich bzw. die andere Seite der Bergkette werfen ließ.
Dann endlich bog der Weg vorbei an einen niedrigen Hangwald voller Haselnusssträucher sowie einen weiteren Wald mit Krüppelkiefern über groben Schotter zum See hin ab. Gut, der Schotter war sehr grob und der Weg teilweise sehr steil und außerdem unbefestigt, aber immerhin hatten wir den Talgrund endlich vor Augen.

Bergkette

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© Lars Freudenthal

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