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Almbachklamm Miniwasserfall zur Almbachklamm

Die schönste unserer Wanderungen führte in die Almbachklamm. Hier sind die Parkplätze zwar knapp, aber dafür ausnahmsweise mal umsonst, der Eintritt in die Klamm ist kaum einer Erwähnung Wert und auch das Gasthaus Kugelmühle kann mit seinen Preisen selbst Hochzeitssparende nicht schrecken.
Bei strahlend blauem Himmel starteten wir unsere Tour nahe des Gasthauses bei der Untersberger Marmorkugelmühle, die im Jahr 1683 in Betrieb genommen wurde und damit zu den ältesten Gewerben in Bayern zählt.

Almbachklamm Lars auf Holzsteg früheres Stauwehr

Ende des 19. Jahrhunderts haben bayrische Pioniere tonnenweise Eisen in der Klamm verlegt und damit die Grundvoraussetzung für die touristische Erschließung geschaffen. Die Klamm selber verläuft nicht ganz so spektakulär wie die Wimbachklamm, bietet durch ihre Länge und ihren Verlauf aber nicht weniger Anreiz für den Besucher. Wenige Meter oberhalb des Eingangs ragen beiderseits der Klamm steile Felswände empor und führt der Weg über weite Strecken nur noch über Stege durch die Klamm.
Mit Pause eine knappe Stunde nach Aufbruch erreichten wir das obere Ende der Klamm, wo einst das Wasser für den Holztransport durch die Klamm gestaut wurde. Da das Wasser heute sowohl aus der oberen als auch der unteren Öffnung des Stauwehrs herausströmt, hielten wir uns an das Betretungsverbot des Schotterfeldes auf der Bergseite der Staus und schlugen den Weg zur Wallfahrtskirche in Ettenheim ein.

Blick zum (nebligen) Watzmann Wallfahrtskirche Ettenberg

Zwar erwies sich der Weg mal wieder als sehr viel länger als wir zunächst erwartet hatten, und entstand auch einmal eine gefährliche Situation, als ein dummes Püppchen meinte, mir auf einem ungesicherten Steg entlang eines Abgrunds begegnen zu müssen. Plötzlich aber lag das Watzmannmassiv erstmals ganz wolkenlos in unserer Sichtweite und die Steigungen auf der Strecke (300 Höhenmeter) waren einiges angenehmer zu bewältigen als wir zunächst befürchtet hatten. So kamen wir munteren Schritts von der Wallfahrtskirche über einen Wiesenweg sowie einiger Serpentinen wieder herunter zum Gasthaus Kugelmühle, wo wir uns dann auch nach Leibeskräften stärkten und den Durst hinunterspülten.

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© Lars Freudenthal