Eine Woche in Ägypten - Historie
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Lange ist es her, dass die Pharaonen über die zwei Länder (das südliche Ober- und das nördliche Unterägypten) am Nil, dem Quell des Lebens herrschten. In Theben, der alten Hauptstadt, entstand mit der Tempelanlage von Karnak ein Bau, welches die Jahrtausende überdauern sollte. Große Teile der Gebäude sind aus Sandstein entstanden, doch die Obelisken sind aus Granit - genau dem Material, welches in der Umgebung Thebens nicht zu finden war. So mussten die Obelisken (die aus einem Stück entstanden sind) damals aus den weit entfernten Steinbrüchen von Assuan herbeigeschafft werden. Vor Ort - liegend - angekommen, wurden die viele Meter hohen Obelisken aufgerichtet, indem der Sand unter ihnen so lange weggegraben wurde, bis sie denn endlich im Lot standen. Karnak befindet sich übrigens östlich des Nils und ist damit ein Tempel des Lichts, beziehungsweise des Lebens.

Das Gegenstück zu Karnak findet sich entsprechend westlich des Nils, wo die Sonne untergeht mit dem Tempel der Toten (wird derzeit von polnischen Bauarbeitern restauriert, die anders als die Bauarbeiter vom nicht vorhandenen Dorfzentrum ausschließlich im Winter arbeiten) und dem Tal der Frauen, dem Tal der Arbeiter und dem Tal Könige, also Männer.

Säulenhalle Karnak ich im Totentempel Sphingenallee Karnak

Auch nicht schlecht: im hinteren Teil von Karnak, nachdem man an dem heiligen See vorbeikommt, gibt es ein Toilettenhäuschen. Davor steht ein Mann, zu welchem die meisten der Touris hinlaufen. Wem kann man es verdenken, schließlich wird der Mann für die Sauberkeit im Örtchen zuständig sein. Also trennt man sich bereitwillig von einem Pfund (0,25 Eurocent) und ahnt es erst, als einem fünf abgezählte Blatt Papier in die Hand gedrückt werden. Jetzt muss man nur noch wissen, wie teuer eine Rolle Klopapier in Luxor ist, wie viel Blatt sie hat und schon kennt man die Gewinnspanne des - zugegeben - wirklich tüchtigen Ägypters. Achja, um noch einmal auf die Sauberkeit zurückzukommen... ähm, vielleicht lieber doch nicht.

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