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Lange ist es her, dass die Pharaonen über die zwei Länder (das südliche Ober- und das nördliche Unterägypten) am Nil, dem Quell des Lebens herrschten. In Theben, der alten Hauptstadt, entstand mit der Tempelanlage von Karnak ein Bau, welches die Jahrtausende überdauern sollte. Große Teile der Gebäude sind aus Sandstein entstanden, doch die Obelisken sind aus Granit - genau dem Material, welches in der Umgebung Thebens nicht zu finden war. So mussten die Obelisken (die aus einem Stück entstanden sind) damals aus den weit entfernten Steinbrüchen von Assuan herbeigeschafft werden. Vor Ort - liegend - angekommen, wurden die viele Meter hohen Obelisken aufgerichtet, indem der Sand unter ihnen so lange weggegraben wurde, bis sie denn endlich im Lot standen. Karnak befindet sich übrigens östlich des Nils und ist damit ein Tempel des Lichts, beziehungsweise des Lebens.
Das Gegenstück zu Karnak findet sich entsprechend westlich des Nils, wo die Sonne untergeht mit dem Totentempel der Hatschepsut (wird derzeit von polnischen Bauarbeitern restauriert, die anders als die Bauarbeiter vom nicht vorhandenen Dorfzentrum ausschließlich im Winter arbeiten) und dem Tal der Frauen, dem Tal der Arbeiter und dem Tal der Könige, also Männer.
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